|
|
Das Mastering ist das letzte kreative Element innerhalb eines CD-Projektes. Je nach Musikrichtung kann es sehr unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Beim Mastering bekommt die CD ihr einzigartiges klangliches Gesicht.
Neben rein technischen Dingen, wie z.B. Pausenlängen zwischen den Titeln, Spitzenpegelbegrenzung, Loudnessanpassung der einzelnen Titel etc. beinhaltet das Mastering vor allem künstlerische Aspekte im Blick auf den richtigen Sound.
Hier kommen Geräte wie Multibandkom- pressoren, FFT – Filter, Exiter, vollpara- metrische EQs, sog. Sättigungsstufen für einen "fetten", warmen Sound, Transienten- modulatoren, Harmonizer, analoge Kom- pressorstufen in den unterschiedlichsten Ausführungen, Raumsimulatoren und eine Vielzahl weiterer auf das Projekt abge- stimmter Soundprozessoren zum Einsatz.
Man unterscheidet zwischen dem Mastering einer bereits abgemischten Stereospur und dem Mastering beliebig vieler Projektspuren. Im letzteren Fall wird zunächst jede einzelne Spur separat klanglich und dynamisch bearbeitet, die Spuren in das richtige Klang-, Panorama- und Lautstärkeverhältnis gesetzt, bevor sie per mixdown - in manchen Studios auf analogem Weg (beides hat seine Vor- und Nachteile und hängt stark von den verwendeten Konsolen ab) - auf einen sog. Stereomaster gerechnet werden.
Im klassischen Bereich gilt dabei der Grundsatz: Weniger ist (viel!) mehr. Zu viele und vor allem zu radikale Eingriffe in den Kurvenverlauf sind in diesem Musikgenre problematisch.
Wir bevorzugen aus diesem Grund dynamisch arbeitende Prozessoren, da Musik an leisen Stellen anders behandelt werden muss als an lauten Passagen. Durch eine differenzierte, am vorliegenden Material ausgerichtete Analyse bekommt der Sound seinen für viele klassische Musikrichtungen unverwechselbar warmen, vollen, "saftigen" und zugleich offenen Charakter, ohne dass Detailreichtum verloren geht.
|